SEO

Mit der richtigen SEO-Technik erfolgreiche Google-Ergebnisse erzielen

Oder: Von Lego lernen

Lego ist und war damals für mich eine wahre Faszination. Nicht, dass ich die Bedienungsanleitung nicht lesen und umsetzen konnte. Nein. Wenn ich neue Modelle geschenkt bekam, warf ich alle Bausteine zusammen und puzzelte mir ein eigenes Modell zurecht. Zwar immer schief und krumm, aber natürlich IMMER gutaussehend 😉

Ein Stein nach dem nächsten wurde zusammen gesteckt, wieder abmontiert, das fertige Modell entstand im Kopf für mich meist erst während des Bauens. Nach einer gefühlten Ewigkeit! Kreatives Austoben deluxe.

Wenn heutzutage im ständigen Kampf um die vordersten Google-Plätze eine erfolgreiche Website zusammengebastelt wird, sollten auch essentielle Bausteine zusammenpassen. Im Vergleich zu meinen stundenlangen Lego-Bastel-Sessions allerdings sollte das grobe Ergebnis dabei immer vorab feststehen.

Rückblick: Im ersten Artikel zum Thema SEO bin ich darauf eingegangen, dass nützliche Inhalte für Zielgruppen langfristig die beste SEO-Maßnahme darstellen. Einleuchtend: Relevante und informative Inhalte bestimmen die Qualität der Website – Google rankt nämlich nicht die Website mit dem „besten SEO“ sondern mit den besten Inhalten. Dies sind jedoch nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Videos oder Info-Grafiken. Wichtig dabei ist, die suchenden Leser so konkret wie möglich zu identifizieren – und dabei die Ziele, Wünsche und Kaufinteressen genau zu definieren.

Heute gehe ich auf die On-Page-Optimierung ein und konkret auf die Frage: Welche Maßnahmen sollten auf der eigenen Website umgesetzt werden, damit Du als KMU in den Google-Rankings auftauchst.

Keywords

Vor einiger Zeit war es durchaus hilfreich, Website-Inhalte mit fein gewählten Keywords zu betexten – leider mit dem Ergebnis, dass der Leser vor lauter Keywords den Inhalt nicht richtig erfassen konnte. In den vergangen Jahren verwendete Google eine bestimmte Art von Indexierung (latent semantische Indexierung, kurz LSI), mit der Web-Inhalte durchsucht wurden. Die häufigsten Wörter (auch ihre Synonyme) und Redewendungen wurden kombiniert und als einzelne Keywords der Website erfasst. Das hat sich zum Glück geändert: Ausschlaggebend ist nun nicht mehr, ein bestimmtes Keyword so häufig wie möglich einzusetzen, sondern den Kontext so zu gestalten, dass er nützlich und gewinnbringend für Leser ist. Google denkt und liest mehr denn je wie ein potenzieller Kunde! Eine sorgfältige Keyword-Analyse sollte deshalb immer am Anfang der Website-Konzeption stehen.

URL richtig anlegen

Die „Uniform Resource Locator“ (engl. für einheitlicher Ressourcen-Anzeiger) ist das, was in der Adresszeile des Browser steht und sollte immer sprechend, mit den entsprechenden Keywords, angelegt sein. Bitte vermeide dabei Umlaute, Zahlen und Sonderzeichen.

Title

Eine der wichtigsten Ranking-Faktoren ist der Seitentitel (engl: title) und wird dem User bzw. Leser in der Google-Ergebnisliste als erstes angezeigt. Wichtig ist, für jede einzelne Seite der Website einen eigenen maximal 55 Zeichen langen Title anzulegen – mit den entsprechenden Keywords im Kontext  – mit einem Haupt-Keyword ganz am Anfang.

Description

Obwohl die Description kein Ranking-Faktor darstellt, ist sie dennoch für den Erfolg einer Website wichtig. Leser lesen als erstes diesen kurzen Absatz (156 Zeichen) in den Google-Suchlisten und entscheiden dann, ob es sich lohnt, das Suchergebnis anzuklicken. Deshalb: In zwei bis drei kurzen Sätzen sollte zusammengefasst werden, welche Information, welchen Mehrwert die Website bietet. Dies sollte sogar für jede Unterseite geschehen. Lege also stets eine individuelle Description für jede Seite an.

Ladezeiten

User haben wenig Zeit bei der Recherche. Und wenn dann noch ein Suchergebnis lange auf sich warten lässt, verfliegt schnell die Geduld. Damit die Website also gut performt, sollte der Code entsprechend angepasst bzw. ausgelagert werden (CSS und Javascript). Naheliegend ist es, Bilddateien anzupassen und den Aufbau der Website zu beschleunigen. Ehe also Bilddateien von mehreren MB auf die Website geladen werden, sollten sie vorher in einem Bildbearbeitungsprogramm verkleinert und optimiert werden – oder mit entsprechenden On-Page-Tools.

Navigation und Struktur

Die Navigation gibt Lesern und Google wertvolle Orientierung. Wichtig ist es daher, bei der Konzeptionierung der Website wichtige Fragen zu klären: Wie sucht die Zielgruppe? Wie bewegt sie sich im Netz? Nach welchen Begriffen wird gesucht? Antworten auf diese Fragen bieten gute Anhaltspunkte, mit welchen Begriffen die Navigation und auch die Unter-Menüs gefüllt werden sollten.

Suchmaschinen indexieren nur – logischerweise – nur indexierbare Informationen, und dazu gehört nicht Flash oder Textinhalte in Grafik- bzw. Bild-Form. Denn: Überschriften werden nicht durch eine andere Schriftart oder eine Schriftgröße von Google erkannt, sondern an den standardisierten <h1> bis <h6>-Tags.

Fazit

Know-how ist nötig, wenn es mit SEO und Google klappen sollte. Wichtig ist dabei, Ziele am Anfang festzulegen, die Zielgruppe zu definieren und die Ergebnisse daraus in die Website zu implementieren. Nur so kannst Du langfristig bei Google landen – und am Ende mit Deiner (Lego-)Website zufrieden sein.