Kommunikation

Newsletter-Marketing: Was Du bei der Konzeption beachten solltest

Mit digitaler Flaschenpost ins Kundenherz

Wasserdicht verschlossen, hilfesuchend und mit der Strömung schwimmend: Der gemeine Volksmund assoziiert mit der guten alten Flaschenpost eine frühere Möglichkeit, mit der Hilferufe von Schiffbrüchigen schriftlich auf Reisen gegangen sind.

Heute gleichen viele Newsletter von mittelständischen Unternehmen diesen Signalen leider ebenso auf nicht nachvollziehbare Weise. Ohne die Interessen von Kunden und Interessenten zu kennen, werden Mailings verschickt, die ohne Konzept und ohne erkennbares Ziel ins Datenmeer geworfen werden. Hier geht vielversprechendes Potenzial verloren.

Denn ein durchdachter Newsletter ist nach wie vor ein perfektes Instrument für den erfolgreichen Kundendialog:

  • mit zugeschnittenen Informationen
  • attraktiven Angeboten mit klarem Mehrwert
  • eindeutigen Produkt-Präsentationen und
  • gut geplanten Call-to-Action-Elementen.

Ehe Du also einen Newsletter planst, solltest Du folgende Punkte beim Konzept beachten:

  1. Zielgruppe und Empfänger segmentieren

Ohne konkrete Ziel- bzw. Bedarfsgruppe treffen noch die besten Produkte und Dienstleistungen einfach nicht ins Kundenherz. Ob Geschäftsführer, Abteilungsleiter oder Endkunden: Konkrete Kundenbeschreibungen (sog. Buyers Persona) mit ihren Interessen, demographischen sowie sozialen Merkmalen helfen Dir dabei, mit genau zugeschnittenen Inhalten zu punkten.

  1. Motivationen und Ziele definieren

Jeder Newsletter hat im Marketing-Mix eines Unternehmens konkrete Aufgaben. Um diesen Antworten näher zu kommen, solltest Du Dir die drei folgenden Fragen stellen:

  • Welches konkrete Ziel soll mit dem Newsletter erreicht werden (Umsatz, Verkauf eines bestimmten Produkts, Image-Verbesserung)?
  • Welche Ziele verfolgen Kunden und Zielgruppen? Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich täglich konfrontiert?
  • Welche eigenen Informationen helfen den Kunden konkret weiter?
  1. Frequenz und Zeitplan festlegen

Verbindlichkeit zahlt sich aus. Hat der Newsletter das Postfach der Kunden erreicht und die Bedürfnisse angesprochen, werden neue Inhalte erwartet. Mit weitem Blick und einer ehrlichen Planung sollte der Newsletter in regelmäßigen Abständen verschickt werden – wenn die Inhalte neue Informations- und Nutzwerte bieten. Themen und Inhalte inklusive Bilder, Grafiken und Links gilt es dabei, kontinuierlich zu sammeln.

  1. Mit Stil und Herz texten

Verschachtelte Sätze, Nominalstil und im Passiv konstruierte Sätze sind perfekte Leselust-Killer. Mit einfachem Aufbau, aktiver und lebendiger Sprache und Verben, die Sinne und Fantasie ansprechen, werden Newsletter von Kunden in der Mittagspause gern gelesen.

  1. Stimmiger Aufbau

Kunden überfliegen meist E-Mails – und gehen erst in den Text, wenn Form und Inhalt stimmig in ihren Augen zueinander passen. Und diese Entscheidung fällt umso leichter, je übersichtlicher und strukturierter Du Deinen Newsletter aufbaust. Ein kurzer Vorspann (Teaser) hilft, den Inhalt des Newsletters und dessen Nutzen für Empfänger kompakt zu konzentrieren. Inhalte sollten in einzelne, gut überschaubare und logisch verknüpfte Informationsbausteine aufgeteilt werden, die der Leser sofort nachvollziehen kann. Spiegelstriche und Aufzählungen unterstützen dabei, Sachverhalte möglichst übersichtlich darzustellen. Nutze möglichst klare, eindeutige Bild- und Grafik-Elemente, so dass Dein Newsletter auch visuell begeistert.

  1. Inhaltlich überzeugen

Wie so oft im Leben ist auch beim Newsletter der erste Eindruck entscheidend. Wird der Newsletter geöffnet oder landet er ungelesen im Papierkorb? Einen guten Anker ist die Betreffzeile, die so anziehend wie möglich formuliert werden sollte, dass der Adressat zum Weiterlesen animiert wird. Das gelingt, wenn der Betreff folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Nutzenversprechen – Mehrwert bzw. Vorteil kommunizieren
  • Aktualität – Neuigkeiten (News oder Produkt) sorgen für verstärkte Aufmerksamkeit
  • Einzigartigkeit – klare Unterschiede zur Konkurrenz darstellen
  • Prägnanz – konkrete und kurze Formulierungen bleiben im Gedächtnis der Kunden haften

Fazit:

Jeder Interessent und Kunde bevorzugt seine eigenen Kanäle und Medien. Wichtig ist, sich nicht auf eine Option zu fokussieren, sondern Newsletter, Social Media und Blog miteinander zu verbinden. So ist die Wahrscheinlichkeit, Deine Wunschkunden zu erreichen, auf jeden Fall höher.